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	<title>Radreise 09</title>
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	<description>Budapest - Zagreb - Dubrovnik</description>
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		<title>Tourtagebuch: Tag 16. Trogir &#8211; Insel Hvar (40 km)</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 19:33:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am nächsten Morgen müssen wir einfach alles trocknen, alles ist matschig. Zum Glück kommt die Sonne raus und wir breiten uns massiv auf dem Platz auf. Direkt gegenüber hocken zwei Schweizer Renter vor ihrem Wohnmobil und begaffen uns die ganze Zeit komplett ungeniert und tuscheln dabei. Ich lasse böse Blicke fliegen und meine Sympathie für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am nächsten Morgen müssen wir einfach alles trocknen, alles ist matschig. Zum Glück kommt die Sonne raus und wir breiten uns massiv auf dem Platz auf. Direkt gegenüber hocken zwei Schweizer Renter vor ihrem Wohnmobil und begaffen uns die ganze Zeit komplett ungeniert und tuscheln dabei. Ich lasse böse Blicke fliegen und meine Sympathie für Schweizer nimmt stark ab, sorry für diese Pauschalisierung!</p>
<p>Wegen des Unwetters und der Trockungsaktion wird nichts aus unserem Plan, früh aufzubrechen und die schöne alte Stadt Trogir länger zu besichtigen. Wir radeln kurz rein, schauen uns den Markt an und trinken Kaffee. Nicht weit von hier ist Split, aber mir steht so gar nicht der Sinn nach Großstadt. Deswegen beschließe ich kurzerhand, Split auszulassen und mit der Fähre auf die Insel Hvar zu fahren, die wunderschön sein soll und natürlich nicht so stark besiedelt. Um diesen Plan zu realisieren müssen wir es unbedingt zur letzten Fähre um 17.00 Uhr schaffen, die ab Split fährt.<br />
Also rasen wir ca. um 15:00 Uhr nach dem Spontanbeschluss in Trogir los und kämpfen gegen die Zeit.<br />
In Split herrscht natürlich viel Verkehr, vor allen Dingen aber ist ausgerechnet der Hafen total schlecht ausgeschildert. Eine Hochhaussiedlung reiht sich an die nächste. Wir verfahren uns im Wirrwarr der Straßen und haben doch das Gefühl, dass der Hafen nicht weit sein kann! Schließlich sehe ich ihn mitten im Wohngebiet hinter einer riesigen Mauer! Es irren auch andere Touris in ihren Autos umher. Durch irgendwelche kleine Gässchen rasen wir Richtung Hafen und haben Glück, dass am Schalter nicht viel los ist. Es gibt viele Anleger und wir hetzen zum Schiff. Kaum sind wir durch die riesen Luke gefahren, schließt sie sich hinter uns und wir legen ab, Richtung Insel Hvar.</p>
<p>Hvar liegt ziemlich weit außerhalb, die Fahrt dauert zwei Stunden. Schon die Griechen besiedelten die Insel wegen ihres sehr milden Klimas. Als wir um halb acht abends durch die Altstadt radeln hat es noch 23° C. Den Campingplatz, den wir eigentlich erreichen wollen, nehmen wir doch nicht mehr, da dass nochmal 20 km radeln bedeutet hätte, und die Inselstraßen sind natürlich nicht beleuchtet &#8211; also fahren in völliger Dunkelheit. Da diverse Campingplätze auf unserer Tour ja auch nicht vorhanden oder geschlossen waren, ziehen wir es diesmal vor, den einzigen Campingplatz gleich in der Altstadt zu nutzen, der schön gelegen ist, jedoch wenig Sauberkeit und Comfort für viel Geld bietet. Die uns somit abzockende hexenartige Campingplatzbesitzerin freut sich eins und notiert fröhlich unsere Ausweisnummern. Darf ich ihre auch haben? Wäre vielleicht für mich auch etwas sicherer! <img src='http://www.informationoverflow.de/radreise/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Zum abendessen gibt&#8217;s in der Stadt Stari Grad bei leichtem Regen ne miese Pizza und wir unterhalten uns mit einer Gruppe mittelalter besoffener Geschäftsmänner aus Schweden, die unser Radreisevorhaben für reichlich gestört halten, da sie selbst wie sie sagen &#8220;nur mit dem Hubschrauber reisen&#8221;. </p>
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		<title>Tourtagebuch: Tag 15. Sibenik &#8211; Trogir (60 km)</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 19:32:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am nächsten Morgen ist auf Camp Solaris mal wieder Reifen flicken angesagt &#8211; über nacht hat sich auf mysteriöse Weise ein Loch in meinem Hinterreifen entwickelt. Beim Flicken an der Uferpromenade höre ich mir die Klagen eines deutschen Bootsbesitzers (Rentner) an, der sich über die hohen Anlegenkosten beschwert. Ein Österreicher (auch Rentner) kommt vorbei uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am nächsten Morgen ist auf Camp Solaris mal wieder Reifen flicken angesagt &#8211; über nacht hat sich auf mysteriöse Weise ein Loch in meinem Hinterreifen entwickelt. Beim Flicken an der Uferpromenade höre ich mir die Klagen eines deutschen Bootsbesitzers (Rentner) an, der sich über die hohen Anlegenkosten beschwert. <span id="more-320"></span>Ein Österreicher (auch Rentner) kommt vorbei uns fängt allen Ernstes einen Streit mit dem Deutschen an, da dieser seiner Meinung nach mit dem Bootsanhänger seinen VW Bus überlade, was verboten und irregulär sei. Der Deutsche jedoch beharrt darauf, dass er die Anhängerkupplung extra habe verstärken lassen und dies vom TÜV abgenommen sei. Nach einigen Beschimpfungen zieht der Ösi stinkig von dannen. Womit man so seine Zeit im Ruhestand verbringen kann?</p>
<p>Wir radeln weiter, es klart auf und die Strecke ist wunderschön. Rund 100 Höhenmeter über den Meer geht es kurvig die Küste entlang und es macht a rechte Freud! Rund 15 Kilometer hinter unserem Campingplatz entdecken den ca. tollsten Campingplatz der Welt, und er heißt auch noch &#8220;Camp Tomas&#8221;. Er ist mini klein und liegt direkt wenige Meter oberhalb des Meeres. Wir ärgern uns, dass wir das nicht schon vorher wussten -hier hätten wir genauso gut bleiben können. Muss man sich merken.</p>
<p>Irgendwann erreichen wir die Stadt Trogir und landen bei Camp Seget. Dieses ist sehr schön etwas außerhalb der Stadt terrassenartig über dem Meer angelegt und noch dazu recht günstig. Müde streifen wir gen später durch die kleinen Gassen Richtung Stadt und kehren doch in die nächstbeste und nächstgelegene Spelunke ein, da wir nicht 2 Kilometer ins Zentrum laufen wollen. Das Essen ist ganz gut und wir bekommen Schnaps spendiert, die Preise akzeptabel. Zufrieden fallen wir in unser &#8220;Bett&#8221;.<br />
Nachts jedoch erwachen wir durch ein heftiges Gewitter. Schon wieder werden unsere Sachen nass, die draußen eigentlich zum trocknen hängen! Schnell versuchen wir noch einiges zu retten. Das Gewitter wird immer heftiger und ist direkt über uns. Das Wasser läuft in Sturzbächen unter unserem Zelt hindurch und wir versuchen unsere Sachen im Vorzelt so gut es geht zu sichern. Wir campen direkt neben einem riesigen Baum und Donner und Blitz werden uns simultan um die Ohren gefetzt. Zum ersten Mal im meinem Leben habe ich wirklich Angst, vom Blitz erschlagen zu werden. Das Unwetter ist gewaltig, so etwas habe ich noch nicht erlebt. Am Kopfende des Zeltes tropft es durch die Nähte.<br />
Nach endlosen zwei Stunden beruhigt sich das Wetter endlich und wir schlafen wieder ein.</p>
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		<title>Tourtagebuch: Tag 14. Biograd &#8211; Sibenik (62 km)</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 19:01:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von Camp Soline radeln wir nach etwas Schwimmfreizeit (Wasser klar, jedoch kühl, Himmel bewölkt) weiter Richtung Sibenik, das wir mit Einbruch der Dunkelheit erreichen. Der Campingplatz gehört zu einem großen Ressorthotel und liegt weit außerhalb der Stadt. Die Beschilderung ist etwas verwirrend und die Gegend einsam. Sibenik selbst erscheint uns bei der Durchfahrt mit dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Camp Soline radeln wir nach etwas Schwimmfreizeit (Wasser klar, jedoch kühl, Himmel bewölkt) weiter Richtung Sibenik, das wir mit Einbruch der Dunkelheit erreichen. <span id="more-314"></span>Der Campingplatz gehört zu einem großen Ressorthotel und liegt weit außerhalb der Stadt. Die Beschilderung ist etwas verwirrend und die Gegend einsam. Sibenik selbst erscheint uns bei der Durchfahrt mit dem Rad durchaus reizvoll und ich bedaure es mal wieder, nicht genug Zeit zu haben, um auch mal etwas Sightseeing zu betreiben. Aber für uns ist eben eher der Weg das Ziel.<br />
Auf dem Campingplatz stehe ich in den Waschräumen im fahlen Neonlicht vor einem großen Spiegel und betrachte mich zum ersten Mal nach längerer Zeit wieder eingehend. Mir fällt auf, wie müde ich aussehe und wie ausgezehrt. Ich sage zu Daphne: &#8220;Es geht an die Substanz&#8221; und fühle das auch richtig. Abends regnet es und wir sind ein wenig deprimiert. Zum Glück gibt&#8217;s Bier.</p>
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		<title>Tourtagebuch: Tag 13. Zadar &#8211; Biograd (47 km)</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 18:54:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir sehen uns Zadar an &#8211; eine wirklich sehr schöne Stadt, die vor allen Dingen von den Römern geprägt wurde, die sie einst besaßen. Es gibt viele wunderschöne alte Häuser und der Stadtstrand ist streckenweise fantastisch. Wir essen Eis beim anscheinend sehr berühmten &#8220;Donut&#8221;, allerdings regnet es ein klein wenig und der Campingplatz gefällt uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sehen uns Zadar an &#8211; eine wirklich sehr schöne Stadt, die vor allen Dingen von den Römern geprägt wurde, die sie einst besaßen. Es gibt viele wunderschöne alte Häuser und der Stadtstrand ist streckenweise fantastisch. Wir essen Eis beim anscheinend sehr berühmten &#8220;Donut&#8221;, allerdings regnet es ein klein wenig und der Campingplatz gefällt uns überhaupt nicht, weswegen wir beschließen, Zadar auch gleich wieder zu verlassen.<span id="more-311"></span><br />
Wir beschließen jedoch, es bei einer kurzen Etappe zu belassen und fahren am späten Nachmittag weiter nach Biograd, wo wir einen sehr sauberen und schön gelegenen Campingplatz finden, der dafür nicht billig ist. In der näheren Umgebung liegt ein winzig kleiner, billiger jedoch sagen wir mal rustikaler Campingplatz, auf dem lediglich ein Hund wohnt. Etwas gruselig, und wären wir nicht erst in der Dämmerung dort angekommen vielleicht aber auch eine gute Alternative. Dort wäre Camping direkt am Meer möglich gewesen.</p>
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		<title>Tourtagebuch: Tag 12. Insel Pag &#8211; Zadar (68 km)</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 18:45:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von Camp Simuni aus nehmen wir die einzigen Straße Richtung Pag Stadt. Die Route dahin ist nicht weiter sehenswert. Zunächst geht es durch weitgehend vegetationslose Steinwüsten, am Wegesrand tausende Plastiktüten, die permanent über die Insel geweht werden und jede Menge Stahlschrott, darunter viele Schrottautos. Pag hat offensichtlich ein Müllentsorgungsproblem. Nach einem ätzend langen Anstieg stehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Camp Simuni aus nehmen wir die einzigen Straße Richtung Pag Stadt. Die Route dahin ist nicht weiter sehenswert. Zunächst geht es durch weitgehend vegetationslose Steinwüsten, am Wegesrand tausende Plastiktüten, die permanent über die Insel geweht werden und jede Menge Stahlschrott, darunter viele Schrottautos. Pag hat offensichtlich ein Müllentsorgungsproblem. Nach einem ätzend langen Anstieg stehen wir ca. 250 m oberhalb der Stadt Pag und müssen alles wieder runter. Nun sind wir auf der anderen, windzugewandten Seite der Insel und bekommen die volle Breitseite ab. <span id="more-308"></span><br />
Mir fehlt irgendwie vollkommen die Energie und ich kämpfe mich voran. Daphne hingegen radelt ganz wacker. Fiel mir schon mehrfach auf: ist bei einem der Akku total leer, läufts beim anderen hingegen ganz gut. Immerhin kann man sich dann gegenseitig aufbauen. Es herrscht fast kein Verkehr, aber die Strecke ist uninteressant und der Wind wird immer heftiger. Auf der südöstlichen Seite der Insel gibt es eine Landverbindung per Brücke, über die wir Richtung Zadar weiterfahren wollen. Es ist nicht zu fassen, aber die Brücke liegt natürlich auf einem Berg auf der Insel, den wir nun wieder mühevoll hochfahren müssen. </p>
<p>Der Wind wird so heftig, dass es mich drei- oder viermal nach rechts in den Straßengraben wegdrückt. Als wir die Brücke erreichen, sehen wir erleichtert, dass sie noch nicht gesperrt ist. Später im Jahr darf die Brücke wegen der heftigen Winde z.T. nicht betreten/befahren werden. Als wir endlich wieder festes Land unter den Rädern haben, nimmt der Wind ab und wir biegen an der einzigen Kreuzung nach rechts ab, um auf Zadar zuzufahren.<br />
Mit Zadar kommen wir erstmal gar nicht klar &#8211; plötzlich so eine große Stadt, viele Menschen und Autos, wir jedoch sind immer noch recht zivilisationsentwöhnt. Beim Lidl holen wir bei einbrechender Dunkelheit die obligatorischen Nudeln und finden bald den hässlichen Campingplatz &#8220;Borik&#8221;, wo uns die dicke Chefin auf deutsch erklärt, wie&#8217;s läuft.<br />
Die Sanitäranlagen wurden scheins zuletzt 1927 oder 1928 geputzt und der ganze Platz verbreitet bleiernen Nachsaison-Flair. Vereinzelte andere Camper auf dem Riesenplatz haben genauso viel Angst vor uns wie wir von ihnen und halten gebührenden Abstand. Ein spinnerter Radreiseopa mit langen zotteligen Haaren sucht stundenlang in der Dunkelheit und fuchtelt mit der Lampe. Trotz akuter Angst vor Diebstahl machen wir uns noch auf den Weg Richtung Meer und finden eine Pizzeria, die uns passables Essen und leckeres Bier serviert. </p>
<p>Am nächsten Morgen radelt doch tatsächlich ein Bekannter an uns vorbei! Der stark bepackte Superradler mit den Hunden aus Bonn hat es also doch auch nach Zadar geschafft! Er und seine Frau erzählen uns, dass die Fahrt auf der A1 tatsächlich höllenmäßig war und sie von einem kroatischen Autofahrer genötigt und in den Straßengraben gedrängt worden seien. Ich erzähle ihnen hingegen von unserer wundervollen, quasi autofreien Überfahrt durch den Velebit-Nationalpark und beneide sie gleichzeitig darum, dass sie dafür an den Plitvicer Seen Halt machen konnten. Dafür mussten wir eben nicht Bundesstaße fahren. Ihre Reise soll sie weiter durch Montenegro, Albanien und schließlich bis nach Athen führen. Wir wünschen viel Glück und verabschieden uns.</p>
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		<title>Tourtagebuch: Tag 11. Lukovo &#8211; Insel Pag (65 km)</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 18:16:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der nächste Tag präsentiert sich sehr freundlich, die Sonne scheint, die Bucht von Lukovo liegt ruhig und wir haben gut in einem ordentlichen Bett geschlafen. Oma Anna serviert und ein rustikales Frühstück bestehend aus Weißbrot und fingerdick geschnittener Salami oder wahlweise Marmelade. Sie treibt uns zu tüchtigem Essen an, denn irgendwie macht sie uns trotz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der nächste Tag präsentiert sich sehr freundlich, die Sonne scheint, die Bucht von Lukovo liegt ruhig und wir haben gut in einem ordentlichen Bett geschlafen. Oma Anna serviert und ein rustikales Frühstück bestehend aus Weißbrot und fingerdick geschnittener Salami oder wahlweise Marmelade.<br />
Sie treibt uns zu tüchtigem Essen an, denn irgendwie macht sie uns trotz mangelnder Konsenssprache klar, dass wir für den 300-Meter-Aufstieg bis zur Küstenstraße ordentlich Kalorien gebrauchen können.<span id="more-306"></span><br />
Schließlich bezahlen wir rund 200 Kuna (25-27 Euro) für die Übernachtung. Ich muss meinen Reifen nochmal flicken, da wieder Luft verloren ging. Ein wenig schauen wir uns noch die schöne Bucht an und streifen durch Lukovo. Dann machen wir uns an die steile Auffahrt (15%) zur Küstenstraße. Das Ganze dauert erstaunlicherweise weit weniger lange als gedacht: nach gerade mal einer halben Stunde sind wir oben. Wir folgen der Adria magistrale, die weiter ansteigt und gelegentlich wieder abfällt. Der Borawind nervt uns von der Bergseite her. All das macht Fortkommen nicht leicht. </p>
<p>Das Fahren auf der in diesem Abschnitt eher steilen Küstenstraße wird uns zu anstrengend und so beschließen wir kurzerhand, nach einigen Kilometern per Fähre auf die Insel Pag überzusetzen. Zusammen mit allerhand anderen Radlern, Motorrad-  und Autofahrern lassen wir uns übersetzen.<br />
Vom Anlegeplatz aus überrascht uns die Insel erstmal mit einem sehr steilen Anstieg bis auf ca. 300 Höhenmeter, die wir mit stoischer Ruhe und etwas Verzweiflung nehmen. Oben angekommen folgt eine sehr gerade und sehr lange, sanft abfallende Abfahrt, auf der ich ohne viel Zutun plötzlich 72 Stundenkilometer schnell bin. Mit dem Rad!! Während ich so dahinsause hoffe ich, dass meine Laufräder mit den entstehenden Kräften zurecht kommen. Daphne wird bei der Abfahrt von einer seitlichen Windböe erfasst und kriegt einen ordentlichen Schreck, es passiert aber nichts weiter.<br />
Im Zentrum der Insel sind wir auch plötzlich mitten im Massentourismus angekommen und etwas irritiert. Riesensupermärkte, überall Jugendliche in Shorts, Leute, die in ihre Autos kistenweise Bier einladen. Es ist hier merklich wärmer als auf der Küstenstraße, annährend dreißig Grad und es herrscht Windstille. Wir kaufen das Notwendigste ein und fahren zu einem riesen Campingplatz weiter.<br />
Nach elf Tagen schaffen wir es endlich, bei Sonnenuntergang auch mal tatsächlich am Strand zu sitzen.<br />
Insgesamt gefällt es uns hier aber wegen der Vielzahl anderer Urlauber aber nicht so gut.<br />
Der Bora folgt uns. Nachts beginnt er plötzlich heftigst am Zelt zu zerren und wir hören, dass auch anderer Camper wach werden. Am nächsten Morgen verfolge ich die Unterhaltung der deutschen Nachbarin, die ihrer Freundin erklärt, so früh im Jahr habe sie den Borawind so heftig noch nicht erlebt. Wir packen widerwillig zusammen und schwingen uns wieder aufs Rad.</p>
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		<title>Tourtagebuch: Tag 10. Otocac &#8211; Lukovo (ca. 77 km)</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 00:27:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach einer erholsamen Nacht im Hotelzimmer, das bis auf einen defekten Schrank eigentlich ganz ok war, steht für uns directement die Überquerung des Velebit-Gebirges auf dem Plan, die ich schon seit den ersten Planungen im Dezember des Vorjahres fürchte. Trotzdem erscheint es uns aus irgendeinem Grund logisch, nach dem ersten sofort das zweite Gebirge zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einer erholsamen Nacht im Hotelzimmer, das bis auf einen defekten Schrank eigentlich ganz ok war, steht für uns directement die Überquerung des Velebit-Gebirges auf dem Plan, die ich schon seit den ersten Planungen im Dezember des Vorjahres fürchte. Trotzdem erscheint es uns aus irgendeinem Grund logisch, nach dem ersten sofort das zweite Gebirge zu überqueren. Das Velebit-Gebirge ist im Gegensatz zum Mala Kapela wesentlich schroffer und steiler. An manchen Stellen steigt es bis auf über 1.800 Meter an, ehe es jäh zum Mittelmeer hin abfällt. <span id="more-272"></span></p>
<p>In Duga Resa hatte ich ja beschlossen, das Gebirge von Oto&#269;ac aus durch den Nationalpark Velebit zu überqueren und nicht etwa die mir zunächst empfohlene Route Richtung Senj zu nehmen, was sich im Nachhinein als sehr gute Entscheidung herausstellt. Ein Autobahnzubringer nämlich versorgt die Route gen Senj mit zusätzlichem Autoverkehr, dem wir natürlich gerne aus dem Weg gehen. Statt dessen fahren wir also eine Straße ca. 8 km weiter südlich, die in die Adria Magistrale kurz hinter dem Ort Sventi Juraj mündet und die auch als (gelbe) Hauptstraße ausgezeichnet ist. Was das hier unter anderem auch bedeuten kann, hatten wir ja tags zuvor im Mala Kapela erlebt.<br />
Bevor wir uns an den Anstieg machen, lassen wir uns zunächst jedoch das extrem miese Frühstück im Hotel Zvonimir reichen und trinken anderswo noch Espresso, bewundern den unglaublich klaren Fluss Gacka, in dem man scheins sehr gute Forellen erangeln kann, und pflücken Pflaumen am Wegesrand. Schließlich lassen wir Oto&#269;ac hinter uns und dringen gegen 13 Uhr tiefer in die Region &#8220;Lika&#8221; ein, wie diese bergige Land genannt wird. </p>
<p>Die Straße ist gerade frisch geteert und in einem sehr guten Zustand. Bald liegen die letzten Häuser hinter uns und wir müssen auf kurviger jedoch gut ausgebauter Strecke permanent zwischen 8 und 12 Prozent Steigung meistern. Wir freuen uns, denn es herrscht fast gar kein Autoverkehr, manchmal nur kommen uns Holzlaster entgegen. Im dritten, vierten, fünften Gang kommen wir ganz gut voran &#8211; gleichmäßiges kurbeln, um Rad samt Fahrer und Gepäck den Berg hochzubringen. Schneller als gemeinhin angenommen erreichen wir bereits eine passable Höhe und somit Aussicht und bleiben erstmal ein Weilchen ergriffen stehen. Schnell sinkt auch die Temperatur je höher wir steigen und wir stellen uns mal wieder die Frage, was man am besten anziehen soll, wenn man einerseits schwitzt, andererseits aber auch friert. Es ist stark bewölkt, nur selten schaut mal die Sonne durch und es hat vielleicht 17° C, gefühlt sicher weniger.<br />
Als wir eine erste Hochebene erreichen, freuen wir uns und regen uns sofort wieder auf, denn der Weg führt erstmal wieder ein ganzes Stück nach unten, bevor wir das überaus seltsame Dorf Krasno Polje erreichen. Der Ort sieht aus wie ein im Sommer verlassener Skiort, sinnlos im Berg gelegene Hotels und Holz verarbeitende Industrie, alles recht verlassen.<br />
Im einzig offenen Imbiss mit einer Bedienung Typ &#8220;Zum Zum&#8221; trinken wir Cola und Kaffee und lassen uns von einigen Holzfällern begutachten und belächeln, die gerade ihr Feierabendbier einnehmen.</p>
<p>Der darauf folgende zweite Anstieg wird ungleich schwerer, da steiler. Die Temperatur nimmt immer noch ab, ebenso die Kraft. Gegenverkehr gibt es praktisch keinen mehr, wir sind allein mit dem Berg und den grauen Wolken. Irgendwann, wir können es selbst nicht fassen, geht es nicht weiter nach oben und als wir um die Kurve biegen sehen wir es &#8211; das Meer! Wind weht von diesem her den Hang hinauf und mit einem Mal ist es gefühlte zehn Grad wärmer. Die Aussicht ist fantastisch und wir sind einfach nur glücklich, dass wir es bis nach oben geschafft haben. Es ist so schön hier oben, dass wir eigentlich gar nicht weiter hinunter wollen. Mir wird auch klar, dass wir damit endgültig die schöne Binnenlandschaft verlassen und endgültig am Meer, auf einer großen Straße, weiterreisen werden müssen. Andererseits bin ich stolz auf mich und auch darauf, dass wir nach genau 10 Tagen das Meer erreichen, exakt so, wie die Planung das vorsah.</p>
<p>Der Weg hinunter von über 1.000 Höhenmetern bis auf null &#8211; Meeresniveau &#8211; ist dann nochmal ein Abenteuer für sich. Nicht ohne Grund ist hier das Fahren mit Wohnmobilen und Anhängern untersagt &#8211; die Bremsen kommen hier an ihre Belastungsgrenze. Die Bremsscheiben erhitzen sich auch an den FahrärRädern sehr stark, verfärben sich und riechen. Wir entschließen uns, möglichst abwechselnd vorn und hinten zu bremsen und stoppen ab und an. Dennoch ist nach der Abfahrt meine Scheibe hinten an einer Stelle verbogen (zu heftig gebremst?). Ich kann mir deswegen auch schlecht vorstellen, wie man dieselbe Strecke mit V- oder gar Cantileverbremsen fahren sollte.</p>
<p>Als wir endlich auf der Küstenstraße sind, ist es Viertel nach sechs und jede Menge Anspannung fällt von uns ab &#8211; wir sind k.o. Leider nur ist die Küstenstraße in dieser Region unbarmherzig &#8211; mal auf Meereshöhe, mal aber auch 300 Meter über dem Wasser. Nach so viel Bergfahrerei quälen wir uns nun die verhältnismäßig stark befahrene Straße hinauf, noch dazu wird es dunkel. Gleich hinter der ersten Kurve wartet ein kurzes Tunnel auf uns &#8211; ohne die Möglichkeit der Umfahrung. Wir fühlen uns überfordert, die Autofahrer sind sehr schnell unterwegs. Mir wird sofort klar, dass ich nie im Leben in der Hochsaison auf dieser Straße Rad fahren würde &#8211; viel zu gefährlich.<br />
Am Straßenrand wachsen Dornensträucher. Wie bestellt bohrt sich eine in mein Vorderrad und ich muss erstmal das Loch flicken &#8211; eine halbe Stunde vergeht.<br />
Nach erneuten 10 Kilometern Rad fahren ist es praktisch dunkel und wir stehen 300 Höhenmeter oberhalb des uns vollkommen unbekannten Dörfchen Lukovo, in dem es laut Karte einen Campingplatz geben soll. Die Aussicht, dass wir falls wir einmal unten sind garantiert nicht wieder hoch fahren können, macht die Entscheidung schwer. Aber hier oben auf der Küstenstraße gibt es an dieser Stelle nur Stein und einen drei Meter breiten Schotterstreifen neben dem Asphalt &#8211; auch kein guter Platz zum übernachten und weiterfahren kommt nicht in Frage. Also lassen wir uns in den Ort hinunterrollen und bei jedem einzelnen Meter denke ich daran, dass ich eben diesen am nächsten Tag wieder hoch fahren muss&#8230;<br />
Unten angekommen wirkt&#8217;s recht malerisch, es ist warm und still. Einige Omas stehen auf der Straße und quatschen, ich spreche sie an. Natürlich gibt es den Campingplatz nicht mehr aber eine Oma führt uns zu einer anderen Oma, mit der wir uns mit Händen und Füßen und Italienisch-, Deutsch- und Englischbrocken irgendwie verständigen und die uns ein winziges Zimmer &#8211; scheins ihr eigenes &#8211; für eine Nacht vermietet. Wir sind heilfroh, untergekommen zu sein. </p>
<p>Im einzigen Bistro direkt am Meer sind wir die einzigen Gäste und lassen uns Kalamares und Cevapcici servieren. Wir hören von draußen schon den heftigen Bora-Wind an den Fensterläden zerren. Er wird uns in den nächsten Tagen der Tour ein steter, kaum berechenbarer Begleiter sein.</p>
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		<title>Tourtagebuch: Tag 9. Duga Resa &#8211; Otocac (110 km)</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 23:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Tour de Four]]></category>

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		<description><![CDATA[Am darauf folgenden Tag steht die Überquerung des ersten Gebirges auf dem Plan: das Mala Kapela. Ein waldiges karstiges Gebirge, das aber glücklicher Weise nur maßvoll ansteigt. Insgesamt zieht es sich fast von Slowenien aus, wo es Velika Kapela heißt, rund 130 Kilometer nach Nordwesten und bildet vor dem sehr viel höheren und steileren Velebit-Gebirge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am darauf folgenden Tag steht die Überquerung des ersten Gebirges auf dem Plan: das Mala Kapela. Ein waldiges karstiges Gebirge, das aber glücklicher Weise nur maßvoll ansteigt. Insgesamt zieht es sich fast von Slowenien aus, wo es Velika Kapela heißt, rund 130 Kilometer nach Nordwesten und bildet vor dem sehr viel höheren und steileren Velebit-Gebirge eine erste große Hürde.<span id="more-258"></span></p>
<p>Geplant ist, möglichst lange dem Flusslauf Mreznica und der kleinen Bimmelbahn zu folgen, die naturgemäß auch keine großen Steigungen überwinden kann. Dennoch erweist sich die Strecke bereits kurz nach Duga Resa als durchaus anspruchsvoll und steigt erstmal beständig an. Das Fahren ist jedoch sehr angenehm: die Sonne scheint, es gibt nur sehr wenig Verkehr. Im kleinen Ort Josipdol checken wir nochmal den Zugfahrplan und vergewissern uns, dass der einzige Zug, der uns tatsächlich bis nach Gospi&#263; brächte, nur über Nacht fährt, nämlich gegen 02:30h seltsamer Weise. </p>
<p>Wir fahren nun durch eine Region, die im Krieg unmittelbar von Kämpfen betroffen war. Links des Weges stehen teilweise schon Minenwarnschilder; einige Häuser haben tiefe Einschusslöcher, die darauf hindeuten, dass hier vor wenigen Jahren ein regelrechter Häuserkampf stattgefunden haben muss. Viele Häuser stehen leer. Erst im Ort Pla&#353;ki treffen wir wieder auf richtiges Siedlungsgebiet: auch hier ist vieles zerschossen und zerstört, unter anderem auch die schöne Dorfkirche. Die Bewohner sitzen im Dorf herum und haben offensichtlich keine Arbeit.<br />
Wir gehen in eine kleine Bäckerei: mit ein paar Brocken englisch erklärt uns die sehr nette Bäckerin, was in den Teigwaren so drin ist &#8211; mit etwas Gebäck und Apfelkuchen im Gepäck fahren wir weiter.</p>
<p>Bei Li&#269;ka Jesinca geht&#8217;s dann endgültig auf das Mala Kapela. In meiner Karte eine gelbe Straße, das heißt Hauptstraße. Tatsächlich gelangen wir nach drei Kilometern Asphalt aber schlicht auf einen steinigen Waldweg, der auf die Berge führt. Ein geteerter Weg führt nach links ab parallel zu den Eisenbahngleisen. Meine ursprüngliche Idee im Vorfeld war, diesem Weg zu folgen. Wir überlegen einige Zeit, ob es nicht kürzer ist, die Schotterpiste durch den Wald zu nehmen, da uns hier auch einige Autos entgegen kommen. Schließlich biegen wir doch nach links ab und fahren den geteerten Weg, weniger Meter neben und einige Meter unter uns rollt ein Güterzug vorbei. Der Weg ist erst in gutem Zustand, verschlechtert sich jedoch rapide. Große Schlaglöcher tauchen auf und rechts des Weges sind verlassene, zerschossene einzelne Gebäude und Mauern, sie stehen halb im Wald. Ich fahre voraus. Der Weg wird immer schmaler, vom Wald zugewachsen, verwildert. Allmählich werde ich stutzig und bleibe dann stehen. Dieser Weg kommt mir doch irgendwie obskur vor. Als ich nach links sehe, hängt direkt neben mir im Geäst keine zwei Meter entfernt ein weißer Plastikstreifen mit dem schwarz aufgedruckten Wort &#8220;Mine&#8221;. Da geht mir ein Lichtlein auf! Ich sage Daphne, dass sie sofort stehen bleiben soll und schiebe mein Rad vorsichtig zurück. Wir sind mitten in ungeräumtes Minengebiet gefahren! Also doch zurück zum Schotterweg, wir haben keine Wahl.</p>
<p>Der Aufstieg ist anstrengend und zieht sich hin. Mit etwa max. 10 km/h radeln wir den unbefestigten Weg hoch und ich kann nicht genau sagen, wann sich die Piste verbessern wird. Einige wenige, insgesamt vielleicht 10 Autos kommen uns entgegen und wir werden immer freundlich gegrüßt. Vermutlich hält man uns für komplett beknackt. In unsere Richtung fährt keiner. Mitten im Wald, immer noch im Minengebiet, wenngleich auf der Hauptstraße, fahren wir an einem scheinbar verlassenen, zerschossenen Bauernhaus vorbei. Bei näherem Hinsehen jedoch entdecke ich Spuren eines Bewohners &#8211; Wäsche, Abfall &#8211; unheimlich irgendwie, in solch einer einsamen und gefährlichen Gegend zu wohnen. Mein Plan, unbedingt vor Einbruch der Dunkelheit im nächsten größeren Ort zu sein erhält nochmal Auftrieb.</p>
<p>Schließlich erreichen wir ein Hochplateau &#8211; es ist wunderschön hier, die Natur wie unberührt und zugleich zerstört durch den Krieg. Hier gibt es wohl auch Bären, Luchse und Wölfe &#8211; es wächst sprichwörtlich Gras über den Krieg.<br />
Nach einer Abfahrt tauchen wir in das Tal von Dabar ein &#8211; ein fast unberührtes Dorf in dem die Omas vor ihren Häusern sitzen und uns halb überrascht, halb erfreut beobachten und grüßen. Es ist halb fünf und ins Tal reicht die Sonne schon nicht mehr hinein. Wir müssen noch ein letztes Mal den Berg hinauf und in den Wald hinein, diesmal auf einer geteerten Straße, ich rechne mit einer Stunde bis zur Dämmerung. Wir queren mehrere Denkmäler, die für die gefallenen Soldaten aufgestellt wurden. Die meisten waren jünger als wir, als sie hier zu Tode kamen.<br />
Wir strampeln uns einen ab, da wir nicht bei Dunkelheit im Wald sein wollen. Eine Stunde später rollen wir auf Oto&#269;ac zu, wo wir nach einiger Zeit ein hässliches Hotel finden, in dem wir leider auch noch zu abend essen (unangemessen teuer für den Gegenwert). &#8211; Aber nach dieser langen Etappe wollen wir einfach nur noch duschen, essen und schlafen.</p>
<p>Empfehlung: Mala Kapela Gebirge &#8211; anstrengend, gefährlich, aber wunderschön<br />
Keine Empfehlung: Hotel Zvonimir, Oto&#269;ac</p>
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		<title>Tourtagebuch: Tag 8. Duga Resa &#8211; Camp Slapic (0 km)</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Oct 2009 22:56:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Tour de Four]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist Montag, die Sonne scheint. Nachdem wir irgendwann gegen halb zehn aus dem Zelt kriechen, realisieren wir erst dank Tageslicht, an welchem schönen Ort wir uns eigentlich niedergelassen haben: Direkt neben dem Zelt fließt der Mreznica Fluss, der ganz klares Wasser führt und in dem sich zahlreiche Fischarten tummeln. Auf der anderen Seite erstreckt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Montag, die Sonne scheint. Nachdem wir irgendwann gegen halb zehn aus dem Zelt kriechen, realisieren wir erst dank Tageslicht, an welchem schönen Ort wir uns eigentlich niedergelassen haben: Direkt neben dem Zelt fließt der Mreznica Fluss, der ganz klares Wasser führt und in dem sich zahlreiche Fischarten tummeln. Auf der anderen Seite erstreckt sich hügeliges Land, auf dem vereinzelt Häuser stehen, in der Nähe befindet sich eine alte Mühle sowie eine halb vergammelte Brücke<span id="more-235"></span></p>
<p>Es ist wirklich geradezu malerisch inmitten dieser Natur und zudem wie beschrieben recht menschenleer, was nach dem Großstadterlebnis sehr erholsam ist. Ganz gemütlich trocknen wir die Ausrüstung von der Nachtfeuchte und packen alles zusammen. Um halb zwei mittags sitzen wir jedoch mehr oder weniger immer noch in der Sonne rum und schlürfen Kaffee. Wir haben eigentlich beide keine Lust, diesen schönen Ort schon wieder zu verlassen. Also bauen wir das Zelt wieder auf und beschließen, uns nach also einer Woche mal etwas Pause zu gönnen. Zudem benötigen wir sowieso etwas Zeit um uns zu informieren, da als nächstes die Überquerung des Mala Kapela Gebirges und danach die des Velebit Gebirges ansteht &#8211; und für beide Etappen existiert noch keine Routenplanung . </p>
<p>Den Rest des Tages verbringen wir folglich mit baden, erkunden der näheren Umgebung und Kartenstudium sowie dem Befragen von Campingpersonal nach Radreiserouten &#8211; mit mäßigem Erfolg. Am Ende des Tages habe ich eine Idee für eine Route, die mir keiner genannt hat.</p>
<p>Am Abend kocht Daphne super leckere Nudeln mit Zuccini Gemüse und wir kippen das leckere Karlovac als wäre es Wasser. Es kommen noch zwei ca. 45-jährige Superradler aus Bonn an, die ihre Räder massivst vorne und hinten und in der Mitte und überall vollgepackt haben und hinten im Radanhänger je noch einen Hund transportieren, kein Witz. Als sie unsere Räder erblicken stürmen sie gleich auf uns zu und wir befürchten schon, dass sie einen Zentimeter neben uns campen. Glücklicherweise schlagen sie ihr Lager dann aber doch etwas entfernt auf, Platz ist ja auch genug.<br />
Auch sie rätseln, wie man am besten nach Zadar kommt, dem nächsten großen Küstenort, worüber wir am darauffolgenden Tag noch etwas diskutieren. Sie planen doch tatsächlich, einfach die A1 entlang zu fahren, das ist eine große Straße und ungefähr so, als würde man hier in Deutschland auf der Bundesstraße B27 oder dergleichen Fahrrad fahren. Zudem geht es ansteigend 6 Kilometer durch einen Tunnel bis auf 575m.<br />
Unser Plan sieht anders aus. Obwohl wir denken, dass sie aller Wahrscheinlichkeit nach festgenommen oder überfahren werden, werden wir sie noch einmal wiedersehen.</p>
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		<title>Tourtagebuch: Tag 7. Zagreb &#8211; Duga Resa (unfreiwillig) (87,5 km)</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Oct 2009 22:23:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tom</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Tour de Four]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich hatte ich Vorfeld der Reise geplant, zwei Tage in Zagreb zu verbringen, immerhin ist das die Hauptstadt. Doch noch während der Planungsphase hatte ich in Berlin von zweidrei Leuten gehört, dass die Hauptstadt gar nicht unbedingt so sehenswert sei und man sich lieber auf andere Ziele konzentrieren sollte, die unterwegs lägen. Tatsächlich deckt sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich hatte ich Vorfeld der Reise geplant, zwei Tage in Zagreb zu verbringen, immerhin ist das die Hauptstadt. Doch noch während der Planungsphase hatte ich in Berlin von zweidrei Leuten gehört, dass die Hauptstadt gar nicht unbedingt so sehenswert sei und man sich lieber auf andere Ziele konzentrieren sollte, die unterwegs lägen. Tatsächlich deckt sich dieser Eindruck mit dem, was wir empfinden, als wir dort sind. Allerdings waren das nicht mal 24 Stunden, trotzdem zieht es uns weiter. <span id="more-226"></span><br />
Die extreme Verkehrsbelastung, der Lärm und der Trubel der Großstadt überfordern uns etwas und uns ist relativ schnell klar, dass wir nicht noch eine Nacht bleiben möchten, zudem ist die Unterkunft wie berichtet recht teuer. Immerhin scheint die Sonne und so beschließen wir, vormittags und bis in den Nachmittag hinein die Altstadt zu besichtigen.<br />
Wir schauen uns den Markt an, auf dem die Leute neben historischen Bronzefiguren sitzen und ungerührt Eis schlecken, während Bauarbeiter nebenan am Sonntag das Gleisbett für die Straßenbahn neu in den Beton fräsen. Touristenbusse laden Besucher vor der berühmten Kathedrale ab und alles ist ein wenig überlaufen. Mein Reiseführer empfiehlt in einem Restaurant nahe der Zahnradbahn Gulasch zu essen, was wir auch tun: gute Entscheidung &#8211; das Essen ist hervorragend.<br />
Gegen halb vier mittags (!) radeln wir schließlich los gen Karlovac, wo das berühmte kroatische Bier herkommt. Ich fühle mich etwas wie Homer Simpson, der dem Paradies entgegen reist. </p>
<p>Die Strecke nach Karlovac ist überwiegend hässlich, die Straße wegen starken Gebrauchs in z.T. schlechtem Zustand und mitunter gefählich schmal. Gestärkt mit Gulasch erreichen wir Karlovac zwar bereits drei Stunden später, allerdings verfransen wir uns irgendwie, da wir vermutlich bereits am Ortseingang zu früh abbiegen. Nach fast einer Stunde des Herumirrens (u.a. an der Brauerei vorbei) und des Fragens von diversen Passanten wird es dunkel und wir folgen den Ratschlägen und fahren in die nächste Ortschaft <em>Duga Resa</em>, wo es ein <em>Autocamp </em>geben soll.<br />
Elf Kilometer sind angezeigt und sie kommen uns wie eine Ewigkeit vor, zumal wir irgendwann die Hauptstraße verlassen müssen und in der Finsternis über kleiner Sträßchen weiterradeln. Letztlich erreichen wir das Camp am Fluß Mreznica als der Rezeptionist um halb neun gerade das Licht ausknipst: alles nochmal gut gegangen. </p>
<p>Es ist ziemlich kalt und sehr feucht und wir sind k.o. Es sind nur wenige Gäste auf dem Campingplatz, der auch eine hölzerne, unter freiem Himmel liegende Bar und ein Art mit einem Riesenzelt überdachtes Restaurant bietet. Wir bestellen uns je noch eine Riesenportion Pommes und einen Schnaps bevor wir uns gemütlich in die Koje hauen.</p>
<p>Geradelt: 87,5 km</p>
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